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Ratgeber · Versicherungen im Haushalt

„Brauchen wir das alles wirklich?“

Zwei Versicherungen gehören in fast jeden Haushalt. Vieles andere ist Kür.

Ganz oben steht die Privathaftpflicht, mit Auto auch die Kfz-Haftpflicht. Direkt danach kommt die Absicherung Ihrer Arbeitskraft, also die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wohngebäude, Elementarschaden und Risikoleben hängen davon ab, ob Sie ein Haus haben und wer von Ihrem Einkommen lebt. Glas, Reisegepäck oder Garantieverlängerung brauchen Sie meist nicht.

Stand Oktober 2026 · nächste Prüfung April 2027 · Quellen

Christian Kämpf

geht Ihre Verträge mit Ihnen durch.

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„Womit fangen wir an?“

Zuerst kommen Haftpflicht und Arbeitskraft. Ohne sie kann ein einziger Schaden reichen.

5 Mio. €

So hoch sollte Ihre Privathaftpflicht mindestens decken.

Wer einem anderen einen Schaden zufügt, haftet dafür ohne Obergrenze, notfalls mit dem Einkommen der nächsten Jahre. Die Verbraucherzentrale rät zu mindestens fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden.

10 %

Nur etwa jede zehnte Berufsunfähigkeit geht auf einen Unfall zurück.

Deshalb ersetzt eine Unfallversicherung keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in der Regel nicht zum Leben.

Mit Auto ist die Kfz-Haftpflicht Pflicht.

Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Ohne sie bekommt Ihr Auto keine Zulassung.

Hund, Pferd oder Öltank brauchen eine eigene Haftpflicht.

Für Hunde und Pferde gibt es die Tierhalterhaftpflicht, für den Heizöltank die Gewässerschadenhaftpflicht. Die normale Privathaftpflicht deckt das in der Regel nicht ab.

„Und was brauchen wir noch?“

Was dazukommt, hängt an Ihrem Leben. Finden Sie sich wieder.

Sie haben ein Haus oder eine Eigentumswohnung.

Wohngebäude, mit Elementarschaden.

Ein Brand oder ein Sturm kann das größte Stück Ihres Vermögens zerstören. Dagegen schützt die Wohngebäudeversicherung. Hochwasser und Starkregen sind darin aber nur mit dem Baustein Elementarschaden versichert. Warum das in Bayern besonders zählt, steht im Ratgeber zum Hochwasser.

Vermieten Sie, kommt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht dazu.

Jemand lebt von Ihrem Einkommen.

Risikoleben.

Sterben Sie, zahlt sie Ihrem Partner oder Ihren Kindern eine vereinbarte Summe. So bleibt Ihre Familie nicht mit laufenden Kosten allein. Wie hoch die Summe sein sollte, hängt an Ihren Ausgaben und daran, wie lange Ihre Kinder noch von Ihnen leben.

Ihre Einrichtung wäre teuer zu ersetzen.

Hausrat.

Sie zahlt für Möbel, Kleidung und Geräte nach Brand, Einbruch oder Leitungswasser. Ob sie sich lohnt, hängt am Wert Ihrer Sachen. Wer wenig besitzt, kommt auch ohne aus.

Sie sind selbstständig.

Krankentagegeld.

Angestellte bekommen bei Krankheit erst Lohnfortzahlung und dann Krankengeld. Selbstständigen fehlt das Einkommen oft vom ersten Tag an. Das Krankentagegeld schließt diese Lücke. Was sich für Selbstständige ab 2027 bei der Altersvorsorge ändert, steht im Ratgeber für Selbstständige.

Sie reisen ins Ausland.

Auslandsreise­krankenversicherung.

ab etwa 10 €

Gute Tarife kosten laut Finanztip etwa 10 bis 30 Euro im Jahr. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt im Ausland nur einen Teil und einen Rücktransport nach Hause gar nicht.

„Und was kann weg?“

Diese Verträge hält die Verbraucherzentrale für Kür oder für überflüssig.

Kann passen

Kein Muss, kann je nach Wunsch passen.

Rechtsschutz, Zusatzversicherungen zur Krankenkasse, Tierkrankenversicherung. Bei der Pflege rät die Verbraucherzentrale, wenn überhaupt, zu einem Pflegetagegeld.

Meist überflüssig

Meist überflüssig oder nicht zu empfehlen.

Reisegepäck, Glas, Geräte- und Garantieverlängerung, Insassenunfall, Krankenhaustagegeld, Sterbegeld und Ausbildungsversicherung. Hier zahlen viele für Schäden, die sie selbst tragen könnten oder die schon anders abgesichert sind.

„Und was ist mit …?“

Die Fragen, die mir dazu am häufigsten gestellt werden.

Wie hoch sollte die Deckung meiner Privathaftpflicht sein?

Die Verbraucherzentrale rät zu mindestens fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Wie hoch Ihre Deckungssumme ist, steht in Ihrem Versicherungsschein. Liegt sie darunter, lassen Sie den Vertrag prüfen.

Reicht nicht eine Unfallversicherung statt der Berufsunfähigkeit?

Nein. Nur etwa jede zehnte Berufsunfähigkeit geht auf einen Unfall zurück, der große Rest auf Krankheiten. Die Unfallversicherung zahlt nur nach einem Unfall. Sie kann eine Ergänzung sein, aber sie ersetzt die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht.

Wie oft sollte ich meine Versicherungen prüfen lassen?

Die Verbraucherzentrale rät, den eigenen Schutz regelmäßig anzusehen und außerdem immer dann, wenn sich im Leben etwas ändert. Typische Anlässe sind ein Umzug, eine Hochzeit, ein Kind, ein neuer Job oder ein eigenes Haus.

Das Geld ist knapp. Wo spare ich, ohne den wichtigen Schutz zu verlieren?

Zuerst bei dem, was Sie nicht brauchen oder doppelt haben. Die Haftpflicht und die Absicherung Ihrer Arbeitskraft sollten bleiben. Ein höherer Selbstbehalt und jährliche statt monatlicher Zahlung senken den Beitrag oft, das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale.

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Christian Kämpf, Finanzberater in Ingolstadt

„Und wer schaut sich unsere Verträge an?“

Ich, Christian Kämpf. In Ingolstadt oder bei Ihnen zu Hause.

Bringen Sie Ihre Verträge mit, oder ich komme zu Ihnen. Wir legen alles nebeneinander und schauen, wo Schutz fehlt und welcher Vertrag doppelt läuft. Was Sie davon umsetzen, entscheiden Sie.

Ich berate seit 1993 und bin Handelsvertreter für die TELIS FINANZ Vermittlung AG, mit Erlaubnis nach § 34d und § 34f GewO.

Mehr über meine Beratung steht auf der Startseite. Alle Antworten finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Stand Oktober 2026, nächste Prüfung April 2027. Grundlage sind die Übersicht der Verbraucherzentrale Hamburg Welche Versicherung brauche ich wirklich? mit Stand April 2026 und der Versicherungs-Check der Verbraucherzentrale mit Stand November 2025. Die Seite fasst eine Auswahl daraus zusammen und ersetzt keine persönliche Beratung. Was Ihr Vertrag genau abdeckt, steht in Ihren Versicherungsbedingungen.